Konzertbericht |

Sondaschule im Forum

Felipe Bartelt Mercader

Den Einstieg in die als Sondaschule Konzert betitelte Veranstaltung machte die Band Pott Riddim mit einer guten Portion Death Reggea. Dass man es als Vorband in den meisten Fällen nicht gerade leicht hat, ist klar, aber Pott Riddim machte das Beste draus. Selbst die hartgesottensten Sondaschule Fans kamen nicht drumherum mit zu wippen.

Anstatt Party Laune verbreitete Pott Riddim eine Gänsehautstimmung. Das Warten auf den Auftritt von Sondaschule war trotzdem allgegenwärtig.
Die halbe Stunde zwischen den Bands wurde mit Luftballons gefüllt, die das Publikum sich währenddessen zuspielte. Immer wenn einer kaputt ging oder auf der Bühne landete, tauchte wie aus dem Nichts ein Neuer auf. Dieses Spiel ging sogar nach Beginn des Hauptacts weiter, wobei Costa Cannabis (Sänger von Sondaschule seit Anbeginn) auf der Bühne wie selbstverständlich mit eingebunden wurde.

Die Ska-Punk-Band Sondaschule begann ihre Show direkt beim Betreten der Bühne. Mit Effekt! Das Publikum rastete aus. Sondaschule animierte das Publikum zudem, zu pogen, zu tanzen und mitzusingen. Unter dem Leitsatz „Scheiß auf die ganze Scheiße, die hier abgeht!“ riefen sie zum Springen gegen Nazis auf und zum Schluss forderten sie das Publikum auf, sich durch Stockwerkbildung auf Augenhöhe mit ihnen zu begeben. Sie lieferten einen überwältigenden, publikumsbezogenen Auftritt.
Nicht verwunderlich also, dass das Konzert schon Tage vorher ausverkauft war. Die Räume des Forums waren komplett gefüllt, wobei in den letzten Reihen durchaus Platz zum Tanzen blieb, welcher auch genutzt wurde. Aufgeheizte Temperatur und aufgeheizte Stimmung, das waren die Devisen dieses Abends.

 

Text + Foto: Tabea