
Unsere Kulturredaktion
Es gibt haufenweise Veranstaltungen, allerdings immer weniger Kritiken. Diese Lücke soll die Kulturredaktion von kompott.org stopfen. Im JZ Stricker und im Falkendom treffen sich regelmäßig interessierte Jugendliche und junge Erwachsene die Interesse am Schreiben und Fotografieren haben. Sie besuchen Kulturveranstaltungen in Bielefeleld und Umgebung, machen Fotos und schreiben Berichte. Anschließend wird dann alles auf dieser Seite veröffentlicht.Jugendliche zwischen 16-27 Jahren die schon immer mal journalistisch tätig werden wollten und eine kreative Herausforderung suchen, können sich gerne melden. Unsere Redaktion freut sich auf kreative Mitarbeit. Der freie Eintritt zu diversen Kulturveranstaltungen in Bielefeld und Umgebung ist natürlich inklusive.
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Metal Christmas im Movie
Am 18. Dezember traten SOULBOUND, HOPE DIES FIRST und BLOODSPOT – drei Bands auf dem aufsteigenden Ast – unterstützt von MOTHERCAKE&COFFEE und DEAD HORIZON im Movie auf. Die Bands boten den über 180 Besuchern eine Mischung von Death- und Thrash Metal bis Metalcore.
Los ging's mit MOTHERCAKE&COFFEE aus Gütersloh. Zu Beginn gab's leichte technische Probleme, die sich glücklicherweise schnell lösen ließen. Nach kurzer Eingewöhnungsphase wirkte die Band souverän, auch wenn einige wenige Stellen rhythmisch nicht immer einwandfrei waren. Vor allem die Leistung der beiden Sänger überzeugte durchweg.
Viel Interaktion mit dem Publikum erhöhte den Sympathiefaktor: Passend zum Namen der Veranstaltung – Metal Christmas – gab's kleine Tütchen mit Bonbons und Schokolade, die von MOTHERCAKE&COFFEE und ihren Helferinnen ins Publikum geworfen wurden. Gegen Ende des Auftritts wurden dann noch T-Shirts an die Besucher verteilt, die sich so gnädig gestimmt auch endlich in den vorderen Bereich der Konzerthalle wagten.
Im Anschluss spielte die Münchener Band HOPE DIES FIRST, deren Sänger anfangs im Weihnachtsmannkostüm auftrat. Die Kombination aus intensivem Metal und singendem Weihnachtsmann war sehr skuril, die Musik aber durchweg überzeugend. Auch das Publikum ließ nun endlich erste Ansätze von guter Stimmung erkennen: Recht weit zu Beginn des Auftritts gab's die erste Wall of Death des Abends und in der ersten Reihe waren schon einige headbangende Besucher zu sehen.
Die Musik selbst war sehr energiegeladen und wird von der Band nur als „MetalScreamoDancePop...core“ bezeichnet. Besonders einige Crossoverelemente in den letzten beiden Stücken wirkten faszinierend: Im Hintergrund wurden Elektro-Samples eingespielt, die die Band mit härteren Metalsounds ergänzte. Insgesamt ein super Auftritt.
BLOODSPOT traten als dritte Band mit musikalisch so gut wie einwandfreiem Deathmetal auf. Auch wenn die Musik selbst bestimmt nicht jedermanns Sache ist, war vor allem die Leistung des Drummers bewundernswert. Außerdem bestach die Band durch einen bemerkenswerten Gesang über den gesamten Auftritt hinweg.
Vor allem beim jüngeren Publikum kamen die 5 Musiker aus der Nähe von Koblenz sehr gut an. Im inzwischen etwas vollerem Zuschauerraum bildete sich der ein oder andere spontane Moshpit.
In seiner Gesamtheit war der Auftritt überzeugend, auch wenn ich mir persönlich etwas mehr Abwechselung gewünscht hätte.
Weiter ging's mit SOULBOUND: Das Movie war inzwischen gut gefüllt. Die Besucher waren von Anfang an in guter Stimmung, die durch den sympathischen Sänger, der permanent mit dem Publikum interagierte noch verbessert wurde. Während des Stücks „Towards the Sun“ – übrigens auch der Titel von SOULBOUNDs neuer EP – bildete sich der erste Circle Pit.
Anschließend wurde Patrick, der neue Gitarrist der Band, vom Publikum begeistert begrüßt und hinterließ einen durchweg positiven Eindruck.
Verglichen mit BLOODSPOT können SOULBOUND durchaus als ruhig bezeichnet werden. Dafür waren sie musikalisch um einiges abwechslungsreicher. Als Bonus wurden dann noch drei Stücke mit Unterstützung der Sänger von BLOODSPOT, HOPE DIES FIRST und DEAD HORIZON gespielt.
Der Auftritt war recht kurz, dafür allerdings durchweg überzeugend und insgesamt der interessanteste Gig des Abends.
DEAD HORIZON rundeten den Abend gegen kurz nach 23 Uhr mit hartem Metalcore ab. Viele Konzertbesucher hatten sich allerdings schon auf den Weg nach Hause gemacht – schließlich fand das Konzert an einem Sonntag statt.
Die Musik war leider wenig abwechslungsreich, was auch daran lag, dass der Gesang fast ausschließlich aus Shouten bestand. Bei einigen clean gesungenen Passagen von Last Christmas (einer kleinen Widmung der Band an SOULBOUND als Organisator des Abends) hinterließ der Sänger einen eher mittelmäßigen Eindruck,
Auch bei den Instrumentalparts bestand technisch noch leichter Optimierungsbedarf.
Die Band verwendete viele eingängige Riffs und bildete trotz einiger Kritikpunkte insgesamt einen schönen Abschluss des Abends.
Autor: Felix












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