
Unsere Kulturredaktion
Es gibt haufenweise Veranstaltungen, allerdings immer weniger Kritiken. Diese Lücke soll die Kulturredaktion von kompott.org stopfen. Im JZ Stricker und im Falkendom treffen sich regelmäßig interessierte Jugendliche und junge Erwachsene die Interesse am Schreiben und Fotografieren haben. Sie besuchen Kulturveranstaltungen in Bielefeleld und Umgebung, machen Fotos und schreiben Berichte. Anschließend wird dann alles auf dieser Seite veröffentlicht.Jugendliche zwischen 16-27 Jahren die schon immer mal journalistisch tätig werden wollten und eine kreative Herausforderung suchen, können sich gerne melden. Unsere Redaktion freut sich auf kreative Mitarbeit. Der freie Eintritt zu diversen Kulturveranstaltungen in Bielefeld und Umgebung ist natürlich inklusive.
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Der Junge hats drauf!
Darauf, dass FURY UK nicht wie angekündigt um 19:30Uhr sondern erst um 20Uhr starten, hätte man kommen können: Die amerikanischen Maiden-Klone WHITE WIZZARD sind aus finanziellen Gründen von der Tour abgesprungen, und so lastet der ganze Druck des Publikum-Aufwärmens auf den Schultern der drei Kerle aus Manchester. Die Erwartung, dass sich für die hierzulande Unbekannten keiner interessiert, bestätigt sich allerdings nicht.
Songs wie ‚I See Red‘ und ‚Athena‘ vom neuen Album („A Way of Life“) der Jungs aus dem (wie der Name schon vermuten lässt) „Land der Sonne“ verströmen zwar reinstes British-Heavy-Metal-Feeling, bleiben in den Gehörgängen allerdings nicht kleben. Trotzdem das X eher überschaubar gefüllt ist, gibt es dafür vor der Bühne dennoch mehr als den üblichen Höflichkeitsapplaus. Basser Luke Appleton findet sich die ganze Zeit offenbar so richtig geil und ist größtenteils mit Haareschütteln und Rumposen beschäftigt, schafft es aber trotzdem noch irgendwie seinen 4-Saiter zu bedienen.
Sein Solo verdient hat sich hingegen Drummer Martin McNee, der eine starke Performance abliefert. Leider scheppert und klirrt der Sound ziemlich, sodass bis auf die Soli von Gitarrist und Sänger Chris Appleton kaum Feinheiten auszumachen sind. Insgesamt ein ambitionierter Auftritt, der zwar keine Begeisterungsstürme auslöst, aber auch niemandem wehtut.
Die Erwartungen an den neuen ICED-EARTH-Sänger Stu Block sind nicht gerade klein, und auch wenn Bandkopf Schaffer ausdrücklich keinen zweiten Matt Barlow gesucht hat, sollte Stu doch zumindest gleich gut singen. Nach vierzigminütiger Umbaupause geht endlich das Licht aus, die ersten Klänge von ‚Dystopia‘ schallen durch den Saal und Zack! Da steht er, der Neue! Das Publikum ist sofort voll dabei und Stu Block zeigt was er kann!
Die zu Tourbeginn von vielen bemängelte Zurückhaltung ist einer guten Portion Selbstbewusstsein gewichen und zeigt sich in den häufigen, aber immer sinnvollen Interaktionen mit den Zuschauern. Musikalisch wechseln sich Klassiker wie ‚Slave to the Dark‘ mit Songs wie ‚V‘ vom neuen, überraschend starken Album „Dystopia“ ab. Der Altersdurchschnitt des Publikums liegt irgendwo bei Mitte dreißig, einige sind aber mindestens im Alter von Bandchef Jon Schaffer, der heute etwas Anlaufzeit benötigt.
Jedenfalls machen die knapp dreihundert Leutchen besonders zu Live-Perlen wie ‚Damien‘ und dem großartigen ‚The Hunter‘ ordentlich Rabatz und können damit dem etwas miesepetrigen Schaffer doch das ein oder andere Lächeln entlocken.
Der Midtempo-Stampfer ‚Anthem‘ kommt besonders durch den Mitgröl-Refrain und das klasse Gitarrensolo von Klampfer Troy Seele super an. Das nicht totzukriegende ‚Declaration Day‘ zeigt nochmal den unglaublichen Umfang des neuen Sängers: Höher ran muss man bei kaum einem anderen Iced Earth Song, und Stu macht das wirklich beeindruckend. Zwischendurch überlässt er die Bühne immer wieder den übrigen Musikern, entweder für ein Basssolo von Freddie Vidales oder für gemeinsames Shredden der Saitenfraktion in der Bühnenmitte.
Nach über einer Stunde verabschieden sich die fünf Amis von der Bühne, werden aber umgehend und minutenlang auf ebendiese Zurückgejubelt. Als erste Zugabe gibts ‚Dante’s Inferno‘. Der Song hat mit mehr als sechzehn Minuten ziemlich Überlänge, knüppelt zwischendurch aber dermaßen, dass sogar der bisher etwas zurückhaltende Schaffer noch zum Grantelbart mutiert, wild post und grimmig in die Menge blickt. Stu Block bedankt sich danach sowohl beim Publikum für die tolle Unterstützung, als auch bei Jon dafür, dass er mit ICED EARTH die Bühne teilen darf. Zu guter Letzt beschliesst die Bandhymne ‚Iced Earth‘ einen großartigen Auftritt mit einer bemerkenswerten Gesangsleistung von Stu Block. Wer war noch gleich dieser Matt Barlow? Florian Forth
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Setlist ICED EARTH:
- Dystopia
- Burning Times
- Angels Holocaust
- Slave to the Dark
- V
- Stand Alone
- When the Night Falls
- Damien
- Dark City
- The Hunter
- Anthem
- Declaration Day
- Days of Rage
- Watching Over Me
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- Dante’s Inferno
- Iced Earth
(Danke an Börgy für die komplette Setlist!)












1 • timo
2 • Börgy
Nur verstehe ich nicht, wo der F.U.K. Drummer sein Solo verdient hat? A) gehört sowas nicht in einen 45 Minütigen Set und b) war er in einer belanglosen Band für mich der Nervfaktor Nr. 1... Aber über Geschmäcker lässt sich ja bekanntlich streiten ;-)
3 • Florian
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