
Unsere Kulturredaktion
Es gibt haufenweise Veranstaltungen, allerdings immer weniger Kritiken. Diese Lücke soll die Kulturredaktion von kompott.org stopfen. Im JZ Stricker und im Falkendom treffen sich regelmäßig interessierte Jugendliche und junge Erwachsene die Interesse am Schreiben und Fotografieren haben. Sie besuchen Kulturveranstaltungen in Bielefeleld und Umgebung, machen Fotos und schreiben Berichte. Anschließend wird dann alles auf dieser Seite veröffentlicht.Jugendliche zwischen 16-27 Jahren die schon immer mal journalistisch tätig werden wollten und eine kreative Herausforderung suchen, können sich gerne melden. Unsere Redaktion freut sich auf kreative Mitarbeit. Der freie Eintritt zu diversen Kulturveranstaltungen in Bielefeld und Umgebung ist natürlich inklusive.
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ALADIN und die Wunderlampe
Als ich den Murnau Saal der RaSpi betrat, saßen schon etliche Kinder mit ihren Eltern und Großeltern auf ihren Plätzen, gespannt darauf, was gleich kommen sollte. Spätestens als das Licht gedimmt wurde und ein bis dahin schlafender blauhäutiger Mensch erwachte, waren alle Augen auf die Bühne gerichtet.
"Ich bin Baba der Geist der Lampe", gibt sich der blaue Mann (Dirk Nomrowski)zu erkennen, bevor die eigentliche Geschichte Aladins beginnt: Der aus armen Verhältnissen stammende Aladin (Max Krull), Halbwaise und Schneider, vertreibt seine Zeit lieber damit, Sterne zu beobachten, als seiner Arbeit nachzukommen, ganz zum Leidwesen seiner Mutter Damla (Marie Luise Reinecke). Diese ist auch nicht sehr begeistert von seinem Wunsch Zauberer zu werden, weil es niemanden gebe, der ihm diese Kunst lehren könnte. Doch eines Tages trifft Aladin auf den Mustafa (Thomas Kehl), der sich als sein Onkel ausgibt und ein Zauberer zu sein scheint. Aber nicht alle Zauberer sind gut. Das muss auch Aladin feststellen, als er erfährt, dass Mustafa ihn nur dazu brauchte, um eine Lampe aus einer Höhle zu schaffen.
Nach erfolgreicher Flucht aus der Höhle mit Hilfe von Elisa (Nora Turkiewicz), der lispelnden Ringgeist-Fee, die zuvor dem bösen Mustafa dienen musste, lüftet Aladin das Geheimnis der ominösen alte Lampe: In ihr steckt der Geist Baba, der Aladin fortan jeden Wunsch erfüllt, ihm zu Reichtum und zu seiner Hochzeit mit der Prinzessin Esra, ebenfalls gespielt von Nora Turkiewicz, verhilft.
Sein Glück wäre vollkommen, wäre da nicht Mustafa, der von Aladins Aufstieg gehört hat. Durch eine List gelingt es ihm, die Wunderlampe an sich zu nehmen – und Baba zu seinem Diener zu machen. Da erinnert sich der verzweifelte Aladin an den Ring, in dem die Geist-Fee Elisa schlummert. Mit ihrer Hilfe gelingt es ihm, Baba aus der Herrschaft Mustafas zu befreien. Und nicht nur das: Baba, der schon so lange nach einer Partnerin gesucht hat, erkennt in Elisa seine "Traum-Fee". Da fällt es Aladin natürlich nicht schwer, Baba von der Lampe zu lösen und zu einem freien Geist zu machen.
Mit der richtigen Mischung aus Spannung, Emotionen und Humor gelang es den Schauspielern, die Geschichte passend zu transportieren und wie ich finde sowohl für Kinder, als auch für älteres Publikum interessant zu gestalten. Besonders gut war auch die Idee, die Geschichte als Rückblende ablaufen zu lassen und dem Geist Baba somit zusätzlich eine Erzählerrolle zu geben. Darüber hinaus überzeugten auch die schauspielerischen Leistungen, was ich angesichts der Tatsache, dass es sich um Amateur-Schauspieler handelt, an dieser Stelle betonen möchte. Alles in allem also ein sehenswertes Stück, das nicht nur Kinder unterhält.
Bericht: Beatrice Drothler












1 • sarah
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