26. August

OT: Nóż w wodzie
PL 1962
Regie: Roman Polanski
90 Min., 35mm, DF, s/w
Mit Leon Niemczyk, Jolanta Umecka und Zygmunt Malanowicz
Musik: Krzysztof Komeda

Andrzej, ein erfolgreicher Journalist, besitzt ein Segelboot und ein westliches Auto. Als er mit seiner Frau auf dem Weg zu einem Wochenende in den Masuren ist, zwingt ihn ein junger Mann mitten auf der Straße zum Anhalten. Als Antwort auf diese Provokation lädt Andrzej ihn auf sein Boot ein, wo er als Kapitän die Befehle gibt. Es folgt ein psychologischer Kleinkrieg, der es in sich hat.

„Das Messer im Wasser“ ist ein gesellschaftskritischer Film. Die drei Menschen auf dem Segelboot repräsentieren die sozialistische polnische Gesellschaft um 1960.

Die Handlung des Schwarz-Weiß-Films spielt fast ausschließlich auf einem Segelboot. Nur zu Beginn und am Ende befinden wir uns an der Anlegestelle bzw. im Auto. Und es gibt nur drei Figuren in diesem minimalistischen Psychodrama. Obwohl Roman Polanski ruhig erzählt und äußerlich nicht viel geschieht, knistert „Das Messer im Wasser“ vor Gewaltbereitschaft und erotischer Spannung: Als Zuschauer_in hat man ständig das Gefühl, dass gleich etwas passiert. Verstärkt wird dieser Eindruck durch die klaustrophobe Enge auf dem Boot.

Gleich mit seinem ersten abendfüllenden Kinofilm bewies Roman Polanski sein außergewöhnliches Können als Filmregisseur. Bemerkenswert sind auch die suggestive Kameraführung (Jerzy Lipman) und die jazzige Filmmusik.
„Das Messer im Wasser“ wurde in der Kategorie „bester fremdsprachiger Film“ für einen „Oscar“ nominiert.