26. Mai

BRD, F 1987
Regie: Wim Wenders
127 Min., 35mm, s/w und Farbe
Mit Bruno Ganz, Solveig Dommartin, Otto Sander, Curt Bois, Peter Falk u.a.

Die Engel Damiel und Cassiel wandern durch das geteilte Berlin, beobachten die Menschen und lauschen ihren Gedanken. Sie können nicht in ihre Leben eingreifen und sich ihnen nicht zu erkennen geben. Sie können ihnen jedoch neuen Lebensmut einflößen. Als Damiel sich in die Trapezkünstlerin Marion verliebt, dessen Einsamkeit ihn berührt, erwächst in ihm das Verlangen, selbst Mensch zu werden. Er gibt seine Unsterblichkeit auf, um das zu erleben, was Engeln vorenthalten bleibt: die irdische Existenz und die sinnliche Erfahrung des Menschseins.
Die Handlung wird von Peter Handkes Gedicht „Lied vom Kindsein“ umrahmt, der außerdem auch einige Kernszenen des Drehbuchs geschrieben hat.

 

„Der Himmel über Berlin“ wurde in Cannes mit dem Regiepreis ausgezeichnet und in Deutschland mit dem Filmband in Gold, ebenso wie sein legendärer Kameramann, Henri Alekan.
Unter anderem herausragend ist auch eine Filmszene, in der der australische Musiker und Texter Nick Cave mit seiner Band auftritt.

Ein meditatives, stilles, philosophisches und einfach wunderschönes Meisterwerk über die poetische Bedeutung des Daseins und was es heißt, ein Mensch zu sein.“ Pascal Reis